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Gesichter der Reformationin der Oberlausitz,Böhmen und Schlesien: der Beitrag des Kulturraums zur Lutherdekade

Das Projekt gründet sich auf die historische Sonderstellung des Markgraftums Oberlausitz, in der jede
Stadt, jede Grundherrschaft selbst über die Annahme der Reformation entscheiden konnte. Diese Glaubensfreiheit führte zu einer einmaligen Vielfalt an Glaubensformen, die sich bis heute erhalten hat. Das Gegen- und Miteinander der Konfessionen in dem von Sorben und Deutschen bewohnten Land wurde zudem durch Reformation und Gegenreformation im benachbarten Böhmen und Schlesien beeinflusst. Vor diesem Hintergrund ist das Projekt durch eine Vielfalt von Einzelmaßnahmen, Orten und Sprachen gekennzeichnet. Das Projekt ist ausdrücklich dezentral angelegt. Es ist nicht auf einen Ort begrenzt, sondern bezieht viele Schauplätze und Akteure ein. Zu den Städten des Oberlausitzer Sechsstädtebundes (Bautzen, Kamenz, Löbau, Zittau, Görlitz/Zgorzelec, Lauban/Lubań) treten Orte in Polen und in der Tschechischen Republik hinzu. Die Vielfalt der Oberlausitz spiegelt sich auch in der großen Zahl der Projektpartner.

Das Projekt und seine Durchführung soll die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Dreiländereck stärken, die Interaktion und Kommunikation über die Sprachgrenzen hinweg anregen und vor einem bedeutenden historischen und geistesgeschichtlichen Hintergrund kulturelle Bildungsarbeit betreiben. Es richtet sich an Menschen aller Altersgruppen und Sprachen und will einen möglichst großen Bildungseffekt auslösen, der mit einem Integrations- und Identifikationsprozess einhergehen soll.

Das Projekt ist als ein breit angelegtes Vorhaben der grenzüberschreitenden Kulturellen Bildung zu verstehen, das sich an Kinder und Jugendliche aller Altersstufen wie auch an Erwachsene und Menschen höheren Lebensalters wendet. Auf kultureller Grundlage wird die europäische Verbundenheit gestärkt und das Zusammenwachsen im Dreiländereck befördert. Durch eine aktive Einbeziehung der heutigen Bewohner des Dreiländerecks soll gefragt werden, welche Rolle das Evangelische im heutigen Bewusstsein spielt und welche Impulse der Reformation heute lebendig sind. Dies geschieht auf der Grundlage einer multikonfessionellen Perspektive und ökumenischer Gemeinsamkeit. Durch die Beschäftigung mit der Reformation und ihren Auswirkungen werden demokratische Werte vermittelt, die sich aus der besonderen Geschichte der Oberlausitz herleiten lassen. Die in der Oberlausitz gewonnenen Erfahrungen im Umgang mit Vielfalt, Freiheit und Toleranz können und müssen für die Gegenwart nutzbar gemacht werden. Die Maßnahme will tolerante Denkweisen unterstützen und kulturelle und konfessionelle Vielfalt als Grundlage eines friedlichen Zusammenlebens erlebbar machen.

Das Projekt hat eine generationsübergreifende Ausrichtung. Es enthält zahlreiche Elemente, die insbesondere für Kinder und Jugendliche gedacht sind und die sowohl Werte vermitteln als auch Identifationsangebote beinhalten. Damit wird das Ziel verfolgt, die regionale Identität zu stärken, die Kompetenzen der heranwachsenden Generation zu erweitern und der Abwanderung entgegenzuwirken („Zukunft sichern“).

Die Kulturelle Bildung lässt sich hervorragend mit einer touristischen Erschließung und Bewerbung der Orte und Räume der Reformation im Dreiländereck verbinden, wodurch das Projekt auch wirtschaftliche Impulse auslösen kann. In Inhalt und Zielsetzung knüpft das Projekt an die 3. Sächsische Landesausstellung „Via regia“ 2012 in Görlitz an. Die Impulse der Ausstellung für das „Transferland“ Oberlausitz sollen aufgenommen und fortentwickelt werden.

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Zur Internetseite www.Impuls-Reformation.de  geht es hier.